Mieter oder Vermieter? – Wer zahlt Kleinreparaturen?

 


Mieter oder Vermieter? – Wer zahlt Kleinreparaturen?


In den Mietwohnungen stehen häufig kleine Reparaturen an. Doch wer muss eigentlich für die anfallenden Kosten aufkommen?

Laut Mietrecht muss der Vermieter für alle Kosten innerhalb der Wohnung aufkommen. Darunter fallen auch die sogenannten Kleinreparaturen.

Doch was sind eigentlich Kleinreparaturen?
Unter Kleinreparaturen werden Schäden verstanden, welche mit einem geringen Kostenaufwand behoben werden können. Aus diesem Grund werden solche Schäden auch „Bagatellschäden“ genannt. Darunter fallen zum Beispiel Schäden an Duschköpfen oder am Wasserhahn.

In der Praxis wird allerdings üblicherweise eine Klausel in den Mietvertrag integriert. Diese beinhaltet eine Übernahme der Kosten des Mieters für Kleinreparaturen. Die Bedingungen, dass diese Klausel greift werden nachfolgend kurz dargestellt.

- Es muss sich tatsächlich um eine Kleinreparatur handeln und nicht um größere Reparaturmaßnahmen. 
- Die maximalen Kosten der Kleinreparatur dürfen 75,00,- € nicht überschreiten.
- Der Mieter muss einen direkten oder häufigen Zugriff zum Schaden haben können.
- Die Obergrenze für die Übernahme von Kleinreparaturen beträgt 200,00,- € p.a.; maximal 8% der Jahresmiete.

Sofern also alle vier Bedingungen zutreffend sind und eine entsprechende Klausel im Mietvertrag vereinbart wurde, zahlt der Mieter die Kleinreparaturen der Mietwohnung.
Kostenintensivere Reparaturen sind folglich vom Vermieter zu übernehmen.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gerne.


Quelle: DMB

Bildquelle: Ratgeber Haus&Garten